F.A.Q.

Stellt mir gerne eure Fragen, am besten per mail an info@trauma-institut.com. DAnn bekommt ihr baldmöglichst eine ANtwort per mail und hier auf der F.A.Q. Seite 🙂

Ich bin Trageberaterin, ist diese Fortbildung etwas für mich oder brauche ich andere fachliche Vorkenntnisse?

Nein, für die Fachfortbildung Geburtstrauma benötigst du keine Vorkenntnisse. Alles was du brauchst um gewissenhaft, personenbasiert und achtsam die PIN-Geburtsnachsorgegespräche zu erlernen, lernst du in der Fortbildung. Das PIN-Geburtsnachsorgegspräch ist keine Psychotherapie. Falls die Person mit der du das Gespräch geführt hast, nach dem Gespräch weiterhin Probleme haben sollte, können wir an andere Fachkräfte verweisen. Wir verstehen uns als niedrigschwelliger Kontakt für alle Betroffenen.

Kann ich mit betroffenen Männern auch ein PIN-Geburtsnachsorgegespräch führen?

Ja, das Gespräch ist nicht auf ein bestimmtes Geschlecht abgestimmt. Es gibt ein paar Fragen vorab die es dann anzupassen gäbe, aber ansonsten machen wir mit Männern dasselbe wie mit Frauen;-)

Kann es bei schwer traumatisierten Frauen passieren, dass ein PIN Geburtsnachsorgegespräch so nur triggern würde?

Die PIN-Geburtsnachsorgegespräche sind für alle betroffenen Personen nach belastenden Erfahrungen rund um die Geburt. Wir benötigen keine Diagnosen. Wie schwer diese Erfahrung für die Einzelne war, spielt dafür keine Rolle. Wir arbeiten mit allen mit dem gleichen Ansatz. Es kommt häufig vor, dass Frauen schon in Tränen ausbrechen, wenn sie die ersten Worte aussprechen. Bei anderen kommen gar keine Tränen. Ist die eine traumatisierter als die Andere? Ich würde darüber kein Urteil fällen und sie auch nicht vom weinen abhalten, wenn es ihr hilft ihre Geschichte zu reflektieren. Ich sehe eher ein Problem in vielen therapeutischen Ansätzen, die sich versuchen so einzurichten, dass Personen, die eh jeden Tag mit ihren persönlichen Problemen zu kämpfen haben, nicht zu viel konfrontiert werden dürfen. Stabilisierung wird hier gross geschrieben. Ist es nicht leichter statt an der Kontrolle der Symptome zu arbeiten, die Wurzel zu beseitigen? Menschen dissoziieren am ehesten durch Überforderung. Wir treffen einige Vorkehrungen in den PIN-Geburtsnachsorgegesprächen, dass Betroffene in ihrem Tempo, selbstverantwortlich ihre Themen bezüglich des Erlebten reflektieren können, so wie es für sie richtig ist. Wenn man weiss, wie man die Tränen zu einem guten Ende bringt, brauchen sie keine Angst zu machen. Die PIN Gespräche sind bewusstseinsfördernd. Falls doch Dissoziation im Gespräch auftreten sollte, wissen wir was zu tun ist. Betroffene verlassen uns immer mit einem „leichteren“ Gefühl als sie gekommen sind. Sonst ist die Sitzung nicht zu Ende. Wir erlernen eine personenbasierte Haltung in der immer die betroffene im Mittelpunkt steht und die Expertin ihrer Erfahrung ist. Diese (und andere Faktoren) ermöglichen es dem Klienten sicher und selbstbestimmt, mit selbstgewählten Inhalten an die Belastung zu gehen und dabei achtsam begleitet zu werden. Es ist meines Erachtens viel wichtiger, das Klienten sich Stück für Stück mit dem Erlebten „sicher“ fühlen, als das sie lernen „sicher“ mit den Symptomen umgehen zu können.