Wenn die Bindung zum Neugeborenen nicht so entstehen mag
Eine Frau bekommt ihr Kind und sie hat sich darauf gefreut und sie hat sich vorgestellt, wie es sein wird, Nähe, Verbundenheit und dieses besondere Glücksgefühl, das einfach da sein wird: dem Kind in die Augen zu schauen, sein Lachen zu hören, die kleinen Hand, die die eigenen Finger festhält. Und dann ist das Kind da und sie schaut es an. Sie versorgt es und sie ist da und gleichzeitig fühlt sich alles fremd und unwirklich an.
Und während sie ihr Kind hält und sich kümmert, trauert sie, weil etwas zu fehlen scheint. Verunsicherung und ein leises Unverständnis machen sich breit: Warum fühle ich das nicht und was stimmt nicht mit mir?

Es beginnt die Suche nach Antworten und nach Unterstützung und nach Möglichkeiten. Die Thematisierung mit Fachkräften bringt Unterstützung. Bindungsarbeit, die Arbeit an der Elternrolle, der Blick auf die eigene Kindheit die Erklärungen liefern könnte …
Gleichzeitig bleibt etwas im Hintergrund, das seltener in Betracht gezogen wird, das Erleben rund um die Geburt, das noch nicht zu Ende gekommen ist und das weiter wirkt und sich in Themen genau wie diesen zeigt.
Und so verschiebt sich der Fokus, weg von dem, wo der aktuelle Auslöser liegen könnte – hin zu dem, was jetzt fehlt und wie man das unterstützen könnte. Doch es scheint ein Kraftakt. Denn solange das auslösende Ereignis nicht integriert bleibt, bleibt eher auch diese innere Distanz und dieses Gefühl noch nicht ganz angekommen zu sein.
Und wenn sich im Ursprung etwas lösen kann, also bei der Integration des Ereignisses durch das Distanz entstanden ist, verändert sich oft mehr, als vorher denkbar war und es entsteht Bindung, die nicht gemacht werden musste, sondern einfach da ist.
Hier liegt ein Punkt, der oft übergangen wird und der gleichzeitig so zentral ist:
👉 Mütter brauchen Raum für sich und das Erlebte. Nachhaltig. Vollständig und niederschwellig. Dies sollte oberste Priorität in den Nachsorgeempfehlungen von Fachkräften haben.
Diskutieren Sie gerne mit mir darüber. Hier in den Kommentaren.
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