Geburtstrauma verarbeiten – Tag 13

Wenn Sorgen und Ängste nach der Geburt bleiben

Mütter können im Geburtsprozess viele Ängste erleben. Ängste in Bezug auf ihren eigenen Körper, in Bezug auf das Baby, in Bezug auf den Prozess und die Bereitstellungen von Hilfen, der Fürsorge ihrer Bedürfnisse.

Manchmal sind Ängste bewusst, doch häufig ist es lediglich ein diffuses Gefühl, welches sich wie ein innerer Nebel auf die Gedanken und Emotionen legt. Sie fühlt sich eher ausgeliefert und weniger fähig selbst zu denken, zu handeln oder etwas zu entscheiden.

Diese Momente gehen nicht einfach vorbei. Wenn sie nicht verarbeitet werden, bleiben sie in ihr gespeichert und können später immer wieder in unterschiedlichen Situationen und Stärken auftreten, manchmal ganz plötzlich, im Alltag, beim Stillen, beim Einschlafen, bei kleinen Auslösern. Häufig Momente, in denen von außen kaum diese inneren Reaktionen erkennbar oder nachvollziehbar sind.

Und dann ist da plötzlich wieder Angst.

Nicht immer laut.
Manchmal ganz leise.

Wenn dies fortbesteht, kann es sich stärker entwickeln. In einer Angst um das Kind zum Beispiel. Es zeigt sich darin, dass die Mutter schneller erschrickt oder häufig in Sorge ist, dass sie sich weniger sicher fühlt und vielleicht beginnt sie sogar, Situationen zu vermeiden oder sich innerlich zurückzuziehen.

Und dann wird im Außen oft versucht, diese Angst zu beruhigen. Es werden Wege gesucht, sie zu kontrollieren oder sie zu stabilisieren und ihr wird gezeigt, wie sie sich regulieren kann und wie sie mit diesen Gefühlen umgehen kann.

Genau hier lohnt sich ein anderer Blick, näher an dem, was zuletzt erlebt wurde und was sich noch nicht zu Ende bewegen konnte.

Dafür braucht es keinen großen Rückblick auf die gesamte Lebensgeschichte, sondern zunächst einen Raum, in dem das Erleben rund um die Geburt selbst betrachtet werden kann. Und wenn Ängste seit der Geburt zugenommen haben, liegt es nahe, genau dort anzusetzen, auch wenn diese Angst nicht immer sofort klar erkennbar ist und sich manchmal eher verdeckt zeigt.

Dafür braucht es einen professionellen Rahmen, in dem sie sich zeigen darf und in dem sie gehalten werden kann.

Und alles, was darüber hinausgeht, kann zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden, wenn wieder mehr innere Stabilität vorhanden ist.

👉 Genau darin liegt die Idee früher Nachsorge.

Solange das Erlebte nicht integriert wird, sondern als Belastung weiterwirkt, können die Ängste und Sorgen die damit verbunden sind, immer wieder auftauchen, in unterschiedlichen Formen, manchmal deutlich und manchmal kaum greifbar.

Wenn sich aber an diesem Ursprung etwas lösen kann, verändert sich auch das Erleben von innerer Sicherheit. Es entsteht ein inneres Gefühl von mehr Ruhe und mehr Stabilität, das nicht hergestellt werden muss, sondern sich wie von alleine zeigt.

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